Bis zu 28.000 Schritte pro Schicht: So viel Laufarbeit steckt im Einzelhandel

Laufwege im Einzelhandel reduzieren: Erfahren Sie, wie moderne Teamkommunikation die körperliche Belastung senkt, Effizienz steigert und den Kundenservice verbessert.
VoCoVo
  • 9 Aug 2026
  • Einblick

Eine aktuelle Kolumne in der Lebensmittelzeitung bringt eine bemerkenswerte These eines Filialleiters hervor: Jede und jeder seiner Mitarbeitenden könne rein körperlich am nächsten Tag einen Halbmarathon laufen, schlichtweg, weil sie diese Strecke jeden Tag auf der Verkaufsfläche zurücklegen. Wer Regale einräumt, Ware nachfüllt und Kundschaft berät, kommt laut dem Kaufmann pro Schicht auf 18.000 bis 28.000 Schritte. Das entspricht 12 bis 20 Kilometern.

Auch wenn es sich hierbei um eine überspitzte Beobachtung und keine wissenschaftliche Studie handelt, deckt sich die Aussage mit unseren Forschungsergebnissen. Einzelhändler sollten sich im Sinne von Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeitenden fragen: Wie viele dieser Schritte sind für die Arbeit tatsächlich notwendig? Und wie viele entstehen nur, weil Informationen nicht schnell genug am richtigen Ort ankommen?

So viele Schritte fallen im Einzelhandel pro Schicht an

Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 legen Beschäftigte im britischen Einzelhandel durchschnittlich 10.945 Schritte pro Tag zurück. Damit belegt der Einzelhandel den zweiten Platz unter den aktivsten Berufsfeldern, übertroffen nur vom Strafvollzug und Verteidigungssektor. Die gesundheitlichen Folgen beschreibt die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW): Bei einer durchschnittlichen Gehzeit von über 90 Minuten pro Schicht stuft sie das Gesundheitsrisiko für Männer als mäßig erhöht und für Frauen als deutlich erhöht ein.

Zahlen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigen zudem: 2018 waren über 80 Prozent der Beschäftigten im Einzelhandel weiblich. Klagen über zwei oder mehr Muskel-Skelett-Beschwerden – etwa Schmerzen im unteren Rücken, in den Armen oder Beinen – treten im Einzelhandel mit 67 Prozent deutlich häufiger auf als im Durchschnitt aller anderen Berufe (52 Prozent).

Diese Daten zeichnen ein klares Bild: Die tägliche körperliche Belastung im Markt ist hoch. Einige Wege lassen sich nicht vermeiden: Regale auffüllen, Ware bewegen, Kundschaft bedienen. Doch ein beträchtlicher Teil dieser Wege entsteht nur, weil die Teamkommunikation hinterherhinkt.

Genau diese Schwachstelle beleuchtet unsere Forrester-Studie „The Total Economic Impact of VoCoVo“. Bevor die Filialteams mit unseren Headsets vernetzt wurden, verbrachten Mitarbeitende bei den befragten Einzelhändlern im Extremfall bis zu 15 Minuten damit, eine Kollegin oder einen Kollegen für eine Kundenfrage zu suchen oder Antworten selbst zu recherchieren. Auch Durchsagen über die Lautsprecheranlage erforderten im Schnitt 20 Minuten inklusive Hin- und Rückweg.

Solche Laufwege haben keinen Nutzen für Warenpräsentation oder Service. Es ist reine Wegzeit, die durch fehlende Kommunikationskanäle und eine unzureichende Vernetzung entsteht.

Die Rechnung: So viele Schritte kann Teamkommunikation sparen

Ergebnisse des Forrester-Reports belegen: Der Einsatz von VoCoVo reduziert die Laufwege pro Person um durchschnittlich 1,4 Kilometer pro Tag. Bei einer mittleren Schrittlänge entspricht das rund 1.750 gesparten Schritten pro Person und Schicht.

Diese Zahlen stammen aus Märkten britischer Kunden, doch die Ausgangslage in Deutschland ist vergleichbar. Auch hier legen Filialteams immense Strecken zurück. Konservativ hochgerechnet auf eine Schicht im Lebensmitteleinzelhandel mit rund 11.000 Schritten bedeutet das eine Ersparnis von über 16 Prozent, ohne Abläufe zu verändern, rein durch schnelle, direkte Kommunikation.

Auf das Handelsformat kommt es an

Das Einsparpotenzial hängt von Marktgröße und Store-Format ab. In kleineren Filialen summiert sich vor allem die Einsparung vieler kurzer Wege. Verstärkt wird der Hebel auf Großflächen wie Verbrauchermärkten oder Baumärkten mit weit über 1.000 Quadratmetern. Je weiter die Wege zwischen Lager und Verkaufsfläche, desto effektiver wirkt moderne Kommunikationstechnik.

Die Forrester-Studie zeigt: Auf Großflächen (ab ca. 3.700 qm) konnten Einzelhändler die Warenverräumung dank direkter Abstimmung zwischen Lager und Verkaufsfläche mit einem Drittel weniger Personaleinsatz steuern. Unnötige Wege zur Informationsbeschaffung entfielen. Die gewonnenen Kapazitäten stehen direkt für hochwertige Aufgaben wie Service und Kundennähe zur Verfügung.

Den Handel besser machen, Schritt für Schritt

Arbeit im Einzelhandel bleibt körperlich fordernd, Regale einräumen und Ware bewegen gehören zum täglichen Job dazu. Ziel ist es, unnötige Wege durch moderne Kommunikationsmittel wie unser Series 5 Pro Headsets zu eliminieren: das Suchen nach Teammitgliedern, den Gang zur Durchsageanlage oder den Fußweg quer durch den Markt für eine einfache Rückfrage.

Nach Angaben der BAuA verursachen Muskel-Skelett-Erkrankungen den Hauptteil der Krankheitsausfälle im Einzelhandel. Wer Laufwege verkürzt, reduziert die körperliche Belastung direkt und beugt Ausfällen vor. Kombiniert mit schnelleren Abläufen und höherer Kundenzufriedenheit wird die Reduzierung unnötiger Schritte zur strategischen Priorität für Einzelhändler.

Erreichen Informationen das Team sofort an jedem Ort, bleibt mehr Energie für den Service. Geringere Belastung steigert die Mitarbeiterzufriedenheit, senkt den Krankenstand und stärkt die Bindung an das Unternehmen. Der Einzelhandel bleibt körperlich fordernd, aber direkte Teamkommunikation entlastet spürbar.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie mit VoCoVo Laufwege im Markt reduzieren und Effizienz sowie Service steigern: Laden Sie jetzt die Forrester-Studie „The Total Economic Impact of VoCoVo“ herunter.